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Honorarstrategie

Der Honorarbescheid verständlich erklärt: worauf Praxen jetzt achten müssen

Lesezeit 4 Min.
Der Honorarbescheid ist fester Bestandteil jeder Quartalsabrechnung und gleichzeitig ein Dokument, das vielen Praxisinhaber:innen Kopfzerbrechen bereitet. Dabei ist er kein Buch mit sieben Siegeln, sondern eine wichtige Grundlage für strategische Planung und wirtschaftlichen Erfolg. Wer weiß, wie man ihn richtig liest und analysiert, kann gezielt Optimierungen vornehmen und Fehlerquellen frühzeitig erkennen.

Was steht eigentlich im Honorarbescheid?

Kurz gesagt: alles, was mit dem abgerechneten Honorar zu tun hat. Neben dem reinen Auszahlungsbetrag finden sich dort:
  • Übersichten über RLV, QZV (oder andere Honorarbudgets), EGV und MGV
  • alle anerkannten und ggf. gekürzten Leistungen
  • Verwaltungskosten, Nachzahlungen, Honorarkürzungen
  • Auffälligkeiten aus Wirtschaftlichkeits- oder Plausibilitätsprüfungen
  • Sonderregelungen, Strukturveränderungen und Zuschläge
Wer nur auf den Auszahlungsbetrag schaut, verpasst entscheidende Hinweise auf Verbesserungspotenziale. Der Honorarbescheid ist ein Steuerungstool, kein bloßer Verwaltungsakt: Er zeigt, wie wirtschaftlich die Praxis arbeitet und wo nachjustiert werden sollte.

Die größten Fehler bei der Abrechnung und wie Sie sie vermeiden

Viele Praxen geben ihre Abrechnung ab, ohne die relevanten Statistiken zu prüfen. Typische Probleme:
  • Leistungen fehlen oder sind doppelt erfasst.
  • Die Trennung von KV- und HZV-Fällen wurde nicht sauber vorgenommen.
  • Neue Ärzte oder Vertreter wurden nicht korrekt hinterlegt.
  • Genehmigungspflichtige Leistungen wurden ohne Genehmigung abgerechnet.
  • Aktuelle Regelungen des Honorarverteilungsmaßstabs (HVM) wurden nicht berücksichtigt.
Gerade wegen der Sammelerklärung („Wir bestätigen, dass alles korrekt ist“) sind Korrekturen nach Abgabe häufig nur sehr schwer möglich. Prüfen Sie daher unbedingt im Vorfeld:
  • den Abgleich der Fallzahlen mit dem Vorquartal
  • die Vollständigkeit der Leistungsziffern
  • die korrekte Zuordnung von BSNR, LANR, Genehmigungen usw.
Eine solide Abrechnungsvorbereitung ist kein Extra, sondern ein Muss, sonst wird das Honorar schnell zur Stolperfalle.

RLV, QZV, EGV & Co.: was bedeutet das konkret für Ihr Honorar?

Das Honorar setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen:
  • RLV = Regelleistungsvolumen, mengenbegrenzte Basisleistungen.
  • QZV = qualifikationsgebundene Zusatzvolumen für besondere Leistungen (z. B. Akupunktur, Sonografie).
  • MGV = morbiditätsbedingte Gesamtvergütung.
  • EGV = extrabudgetäre Leistungen (z. B. Impfungen, DMP, ambulante OPs).
Je besser Sie die Systematik hinter dem Honorar verstehen, desto gezielter können Sie steuern, wo Ihr wirtschaftlicher Fokus liegt.

Wer die eigene Abrechnung gezielt absichern und optimieren möchte, findet in der Abrechnungsmanufaktur von Sabine Finkmann fundierte Analyse und Beratung aus über zwei Jahrzehnten Praxiserfahrung.

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